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Nero D´Avola

Nero d’Avola (italienisch, „Schwarzer aus Avola“) ist ein Synonym der roten Rebsorte Calabrese, wahrscheinlich sizilianischer Herkunft, die in Süditalien verbreitet ist und von Einheimischen auch „Principe Siciliano“ (sizilianischer Fürst) genannt wird. Nero d’Avola gilt aktuell als die bedeutendste Rebsorte Siziliens. Sie ist eine der traditionellen Rebsorten Siziliens und auch unter dem Namen „Calabrese“ bekannt, der Kalabrien als den vermuteten Ursprung der Rebsorte angibt, obwohl sie dort wenig angebaut wird. Die Vorläufer der Rebe sind eher in Griechenland zu suchen.

Synonyme

Es sind 26 Synonyme bekannt: Alba de Calabria, Calabrese Cappuciu Nero, Calabrese d’Avola, Calabrese de Calabria, Calabrese di Noto, Calabrese di Vittoria, Calabrese Dolce, Calabrese Nero, Calabrese Pittatello, Calabrese Pizuto, Calabrese Pizzutello, Calabrese Pizzutello con la Foglia Rotonda, Calabrese Pizzuto, Calabreser Weiss, Calabria, Calabriai Fekete, Calabrisi d’Avola, Calavrese d’Avola, Fekete Calabriai, Kalabriai Fekete, Malpe, Nero d’Avola, Niureddu Calavrisi, Raisin de Calabre Noir, Strugeri de Calabria, Uva de Calabria




Garganega

Anbau

Die Sorte stammt wahrscheinlich aus der Provinz Verona in Venetien.

Die sehr alte Rebsorte wurde bereits im 13. Jahrhundert von Petrus de Crescentiis (1230–1320) erwähnt. Wie bei einigen anderen italienischen Rebsorten wie unter anderem Greco wird ein griechischer Ursprung vermutet, was sich auch durch das Vorkommen auf Sizilien bestätigen würde. Bis heute konnten aber keine genetischen Beziehungen zu griechischen Sorten festgestellt werden.

Garganega gilt im europäischen Genpool als Leitsorte, von der viele andere abstammen. Sie ist identisch mit der auf Sizilien angebauten Grecanico Dorato (Grecanico) und mit der im spanischen Catalunya früher kultivierten Malvasía de Manresa. Direkte Eltern-Nachkommen-Beziehungen gibt es zu den Sorten Albana, Catarratto Bianco, Dorona di Venezia, Malvasia Bianca di Candia, Marzemina Bianca, Montonico Bianco, Mostosa, Trebbiano Toscano und Susumaniello. 

Beschreibung

Die Triebspitze ist weißwollig behaart mit sehr leicht rötlichem Anflug. Die grünen, leicht weißfarbenen Jungblätter sind leicht wollig behaart.

Die mittelgroßen Blätter sind meist fünf lappig und stark gebuchtet. Die Stielbucht ist lyren-förmig geschlossen. Der Blattrand ist stumpf gezahnt. Die Zähne sind im Vergleich der Rebsorten mittelbreit gesetzt. Die Blattoberfläche (auch Spreite genannt) ist blasig derb.

Die walzenförmige Traube ist groß, 20 – 25 cm lang und lockerbeerig. Die rundlichen Beeren sind mittelgroß und von rosé bis weißlicher Farbe. Die Beere ist saftig und von leicht parfürmiertem Geschmack; der Saft ist farblos.

Die spätreifende Sorte ist sehr ertragreich und bringt duftige Weine mit angenehmem, wenn auch nur leichtem Mandel- und Zitronenaroma hervor. 


Montepulciano d´Abruzzo

Anbau

Dieser Wein wird in den vier Provinzen L’Aquila, Teramo, Chieti und Pescara der Region Abruzzen (italienisch: Abruzzo) gekeltert. Die Weinberge liegen auf einer Höhe unterhalb 500 m. Nur in ausgesprochen günstigen Südlagen sind auch Weinberge in einer Höhe von bis zu 600 m zugelassen.

Die Provinzen der Region Abruzzen

in der Provinz Chieti

Altino, Archi, Ari, Arielli, Atessa, Bomba, Bucchianico, Canosa Sannita, Casacanditella, Casalanguida, Casalincontrada, Carpineto Sinello, Casalbordino, Casoli, Castel Frentano, Celenza sul Trigno, Chieti, Crecchio, Cupello, Fara Filiorum Petri, Filetto, Fossacesia, Francavilla al Mare, Fresagrandinaria, Frisa, Furci, Gissi, Giuliano Teatino, Guardiagrele, Lanciano, Lentella, Miglianico, Monteodorisio, Mozzagrogna, Orsogna, Ortona, Paglieta, Palmoli, Perano, Poggiofiorito, Pollutri, Ripa Teatina, Roccamontepiano, Rocca San Giovanni, San Buono, Sant’Eusanio del Sangro, San Giovanni Teatino, Santa Maria Imbaro, San Martino sulla Marrucina, San Salvo, San Vito Chietino, Scerni, Tollo, Torino di Sangro, Torrevecchia Teatina, Treglio, Vasto, Villalfonsina, Villamagna, Vacri;

in der Provinz L’Aquila

Acciano, Anversa degli Abruzzi, Balsorano, Bugnara, Canistro, Capestrano, Castel di Ieri, Castelvecchio Subequo, Civita d’Antino, Civitella Roveto, Cocullo, Corfinio, Fagnano Alto, Fontecchio, Fossa, Gagliano Aterno, Goriano Sicoli, Introdacqua, Molina Aterno, Morino, Ofena, Pacentro, Poggio Picenze, Pratola Peligna, Pettorano sul Gizio, Prezza, Raiano, Roccacasale, San Demetrio ne’ Vestini, Sant’Eusanio Forconese, San Vincenzo Valle Roveto, Secinaro, Sulmona, Tione degli Abruzzi, Villa Sant’Angelo, Villa Santa Lucia degli Abruzzi, Vittorito.

in der Provinz Pescara

Alanno, Bolognano, Brittoli, Bussi sul Tirino, Cappelle sul Tavo, Castiglione a Casauria, Catignano, Cepagatti, Città Sant’Angelo, Civitella Casanova, Civitaquana, Collecorvino, Corvara, Cugnoli, Elice, Farindola, Lettomanoppello, Loreto Aprutino, Manoppello, Montebello di Bertona, Montesilvano, Moscufo, Nocciano, Penne, Pianella, Pietranico, Picciano, Pescara, Pescosansonesco, Popoli, Rosciano, San Valentino in Abruzzo Citeriore, Scafa, Serramonacesca, Spoltore, Tocco da Casauria, Torre de’ Passeri, Turrivalignani, Vicoli;

in der Provinz Teramo

Alba Adriatica, Ancarano, Atri, Basciano, Bellante, Bisenti, Campli, Canzano, Castel Castagna, Castellalto, Castiglione Messer Raimondo, Castilenti, Cellino Attanasio, Cermignano, Civitella del Tronto, Colledara, Colonnella, Controguerra, Corropoli, Giulianova, Martinsicuro, Montefino, Montorio al Vomano, Morro d’Oro, Mosciano Sant’Angelo, Nereto, Notaresco, Penna Sant’Andrea, Pineto, Roseto degli Abruzzi, Sant’Egidio alla Vibrata, Sant’Omero, Silvi, Teramo, Torano Nuovo, Tortoreto, Tossicia sowie im Ortsteil Trignano der Gemeinde Isola del Gran Sasso d’Italia.

Erzeugung

Der Montepulciano d’Abruzzo DOC muss zu mindestens 85 % aus der Rebsorte Montepulciano bestehen. Höchstens 15 % andere rote Rebsorten, die für den Anbau in der Region Abruzzen zugelassen sind, dürfen – einzeln oder gemeinsam – zugesetzt werden. Wenn der Wein das Prädikat „Riserva“ trägt, muss er mindestens zwei Jahre gereift sein, davon mindestens neun Monate in Holzfässern und zwar innerhalb des in der Region abgegrenzten Erzeugungsgebiets.

Beschreibung

Farbe

Intensives Rubinrot mit leichten violetten Reflexen, tendiert mit zunehmender Reife zu granatrot

Geruch

Aromen von roten Früchten, Gewürzen, intensiv, ätherisch

Geschmack

voll, trocken, harmonisch, Tannin

Sonstiges

Montepulciano d’Abruzzo ist nicht mit dem Vino Nobile di Montepulciano identisch

Sangiovese

Herkunft

Lange Zeit galt die Einteilung in Sangiovese Grosso (mit den Vertretern Brunello, Prugnolo gentile und Sangiovese di Lamole) und Sangiovese piccolo (Sangiovese piccolo di Montalcino, Morellino di Scansano). Diese grobe Einteilung wurde, wie schon die Namen aussagen, aufgrund der Beerengröße getroffen. Bereits 1879 wurde jedoch durch eine Ampelografische Kommission der Provinz Siena die Sortengleichheit festgestellt. Durch neuere Pflanzversuche verschiedener Klone konnte die vermeintliche Eigenschaft der größeren Beeren des Sangiovese Grosso auf die Wachstums- bedingungen um Montalcino zurückgeführt werden. Der Prugnolo Gentile, aus dem der Vino Nobile di Montepulciano gekeltert wird, sowie der Brunello, Namensgeber des gleichnamigen Weines aus Montalcino, werden heute nicht mehr als eigenständige Sorten geführt. In beiden Fällen sprechen die DOCG Regularien von Sangiovese, der in der jeweiligen Gegend Brunello beziehungsweise Prugnolo gentile genannt wird.

Es findet sich zwar immer wieder die Vermutung, Vorläufer des Sangiovese sind schon zu Zeiten der Römer oder gar der Etrusker angebaut worden, jedoch lassen diese Hypothesen sich nicht belegen. Da die Traubensorte regional bedingt immer schon sehr unterschiedliche Namen trug und darüber hinaus sehr starke ampelographische Differenzierung je nach Anbaubedingungen ausbildet, sind eindeutige Zuordnungen, welche Rebsorte wann mit welchem Namen belegt wurde, heute kaum noch möglich. Die Herkunft des Namens ‚Sangiovese‘ ist nicht letztendlich geklärt, häufig wird er aber von sanguis jovis (lat.) hergeleitet und mit „Blut des Jupiter“ übersetzt.

Verbreitung

Die Hauptanbaugebiete des Sangiovese sind die traditionellen Siedlungsgebiete der Etrusker, vor allem die Region Toskana. Bedeutend vertreten ist er aber auch in der Emilia-Romagna und in den Marken. Einige der bekanntesten Rotweine der Toskana basieren laut Produktionsbestimmung auf Sangiovese.

Der Sangiovese gilt als eine der bedeutenden italienischen Leitsorten und wird auch in den meisten anderen italienischen Regionen angebaut, wenn auch nur in kleiner Menge und in der Verwendung eines Verschnittpartners. Zu einer gewissen Bedeutung hat es die Rebe auf der Insel Korsika gebracht. Von den bis Ende des 18. Jahrhunderts die Insel beherrschenden Genuesen wurde die Rebsorte aus Italien eingeführt. Sie ist dort unter dem Namen Nielluccio in allen AOC / Vin de Pays Rot- und Roséweinen zugelassen. Weitere meist kleinere Anpflanzungen des Sangiovese gibt es in Europa in Griechenland, Malta, Schweiz, Türkei, und Ungarn. Außerhalb Europas wird er in Argentinien, Australien, Brasilien, Chile, Israel, Kanada, Neuseeland, Südafrika, Thailand, Tunesien und den USA angebaut.

Triebspitze

starkwollig, weißlich grün mit rötlichem Anflug.

Blatt

Junges Blatt hellgrün, leicht bronziert; Blätter mittelgroß, fünflappig, dunkelgrün, Blattoberseite glatt, leicht beborstet, unterseits stark beborstet; Stilbucht U-förmig, offen.

Traube

mittelgroß, zylindrisch bis leicht pyramidenförmig, geschultert, kompakt.

Beere

mittelgroß, rund, dickschalig, von schwarzblauer Farbe.

Reife

Anfang Oktober

Eigenschaften

Die Rebe ist sehr starkwüchsig, bevorzugt leichte, kalkhaltige Böden und gute Lagen, bringt hohe Erträge und reift Anfang Oktober. Die Sorte ist ertragreich


Synonyme

Agnelluccia, Agnellucciu, Brunelletto, Brunello, Brunello di Montalcino, Brunello Montalcino, Cacchiano, Calabrese, Cardisco, Cassano, Chiantino, Cordisio, Corinto, Corinto Nero, Cuocignola, Gabba Cani, Guarnacciola, Ingannacane, Lacrima, Lambrusco, Lambrusco Mendoza, Liliano, Maglioppa, Montepulciano Cardisco, Montepulciano Primutico, Morellino, Morellino de Florence, Morellino di Scansano, Morellone, Moscatale, Moscatele, Negrello, Negretta, Nelutcho, Nerello, Nerello Campotu, Nerino, Nerino Sanvicetro, Niella, Niellone, Nielluccia, Nielluccio, Niellucciu, Pigniuolo Rosso, Pignolo, Pignolo Rosso, Pignuolo, Plant Romain, Primaticcio, Prugnolino Dolce, Prugnolo, Prugnolo di Montepulciano, Prugnolo Dolce, Prugnolo Gentile, Prugnolo Gentile di Montepulciano, Prugnolo Rosso, Puttanella, San Giovese dal Cannello Lungo di Predoppio, San Giovese di Romagna, San Gioveto, San Gioveto Dolce Nero, San Gioveto Gentile, San Gioveto Grosso, San Giovetto Grosso di Toscana, San Montanino, San Quioveto, San Roveto, San Zoveto, Sancivetro, Sangineto, Sangiogheto, Sangiovese Crni, Sangiovese dal Cannello Lungo, Sangiovese dal Cannello Lungo di Predappio, Sangiovese di Lamole, Sangiovese di Romagna, Sangiovese Dolce, Sangiovese Elba, Sangiovese Gentile, Sangiovese Grosso, Sangiovese Nostrano, Sangiovese Piccolo, Sangiovese Piccolo Precoce, Sangiovese Romagnolo, Sangiovese Toscano, Sangiovete, Sangioveto, Sangioveto Chiantigiano, Sangioveto dell’Elba, Sangioveto Dolce, Sangioveto Doppio, Sangioveto Doppio del Chianti, Sangioveto Grosso, Sangioveto Montanino, Sanvicetro dal Cannello Lungo di Predappio, Sanvicetro di Lamole, Sanvicetro di Romagna, Sanvicetro Dolce, Sanvicetro Gentile, Sanxhoveze, Sanzoveto, Tabernello, Tignolo, Tignolo Sointovese, Tipsa, Toustain, Tuccanese, Uva Abruzzi, Uva Canina, Uvetta, Vigna del Conte, Vigna Maggio.


Pinot Noir

Herkunft

Frankreich, Burgund

Abstammung

Natürliche Kreuzung aus Schwarzriesling x Traminer

Es handelt sich um eine sehr alte Sorte, die es möglicherweise seit 2000 Jahren gibt. Als Heimat der Pinot Sorten wird das Gebiet zwischen Genfer See (Schweiz) und dem Rhônetal (Frankreich) vermutet. Im Schweizer Kanton Wallis wird der Pinot Noir als traditionelle Rebsorte betrachtet. Die Abstammung von Pinot Noir ist noch ungeklärt und wird in der Wissenschaft unterschiedlich diskutiert.

Der französische Begriff „Pinot“ leitet sich wahrscheinlich von der lang gezogenen Form der Pinot-Trauben ab, die dem Zapfen einer Kiefer (frz. „pin“) recht ähnlich sind. Die im deutschsprachigen Raum übliche Bezeichnung "Burgunder" ist keine Übersetzung des französischen Namens, sondern eine Gebietsbezeichnung.

Verbreitung

Pinot Noir hat ausgehend von Burgund weltweite Verbreitung erlangt und ist auch in beinahe allen österreichischen Weinanbaugebieten vertreten.

Blatt

fünfeckig, drei- bis fünflappig, Stielbucht etwas überlappend

Traube

kleintraubig, dichtbeerig, zylindrisch, kleine, rundliche Beeren mit blauschwarzer, dünnschaliger

Reifezeit

mittel bis spät

Ansprüche

Pinot Noir kann auf idealem Standort, bei hoher Reife und gekonnter Vinifikation hochwertige, lager-fähige Weine hervorbringen, auch wenn die sensible Sorte im Weingarten und im Keller für den Winzer eine Herausforderung darstellt. Charakteristisch ist seine eher helle Farbe. Der typische Duft ist dezent, mit einem Aromen Spektrum, das von roten Beerenfürchten (Erdbeere, Himbeere Weichseln) und Waldboden bis hin zu Dörrpflaumen reicht.

Pinot Noir ist eine bedeutende und als hochwertig geltende Rotweinsorte. Sie hat weltweite Verbreitung und Bedeutung erlangt. Der Wein wird gelegentlich als König der Rotweine bezeichnet. Sie ist eine klassische Rotweinqualitätssorte der kühleren Weinbaugebiete wie dem Burgund. Der Pinot Noir ist ferner ein wichtiger Verschnittpartner für die Champagner-Erzeugung.

Synonyme

Aprofekete, Arbst, Arbst Blau, Arbst Blauer, Assmannshaeuser, Augustiner, Auvergnat, Auvernas, Auvernas Rouge, Auvernat, Auvernat Noir, Berligout, Black Burgundy, Black Morillon, Blak Burgundy, Blau Burgunder, Blauburgunder, Blauer, Blauer Arbst, Blauer Augustiner, Blauer Burgunder, Blauer Claevner, Blauer Clevner, Blauer Klaevener, Blauer Klaever, Blauer Klevner, Blauer Klewner, Blauer Nuernberg, Blauer Nuernberger, Blauer Rischling, Blauer Seeklevner, Blauer Spaetburgunder, Blauer Sylvaner, Blaurer Statburgunder, Bodenseetraube, Boehmischer, Bon Plant, Borgogna Nera, Borgogna Rosso, Bourgignon, Bourgignon Noir, Bourgoignon Noir, Bourguignon, Bourguignon Gros, Bourguignon Noir, Bourguignon Petit, Bruenlaeubler, Burgunda, Burgundac Cernii, Burgundac Crni, Burgundac Crni Pozni, Burgunder, Burgunder Blau, Burgunder Blauer, Burgunder Grosse Blaue, Burgunder Kleine Blaue, Burgunder Roter, Burgunder Schwarz, Burgundi Crni, Burgundi Kek Apro, Burgundi Kek Aproszemue, Burgundi Mic, Burgundske Modre, Cerna, Cerna Okrugla, Cerna Okrugta Banka, Cerna Ranka, Chambertin, Champagner, Cherna, Chiavenase, Chiavenna, Chpatchok, Claevner, Claevner Blau, Claevner Schwarz, Clavensis, Clevner, Clevner Mariafeld, Coraillod, Cortaillod, Derice Auvernas Noir, Dickblau, Echter Schwarzblauer Klevner, Elsasser Rot, Elsasser Rother, Fin Noir, Fin Noir de Toulon, Fin Plant Dore, Formentin Noir, Fraenkische Schwarze, Franc Noiren, Franc Noirien, Franc Pineau, Franc Pinot, Francois Noir, Frischschwarzer, Fruehblaue, Fruehblauer, Fruehschwarzer, Fruhblauer, Gamais, Genetin de St. Menin, Gentil Noir, Glaevinger, Glasschwarz, Grauer Burgunder, Gribalet Noir, Grobes Suesschwarz, Grosse Burgunder, Grosse Fruehschwarze, Grosser Burgunder, Gut Blau, Gutblau, Hohmann 28/95/46/4+5, Jakabszoeloe, Karapino, Kek Burgundi, Kek Kisburgundi, Kek Klevner, Kek Rulandi, Kis Burgundi, Kis Burgundikek, Kisburgundi, Kisburgundi Kek, Klaevner, Klaevner Schwarz, Klebrot, Klebroth, Klebrott, Kleine Burgunder, Kleiner Burgunder, Kleinrot, Kleinroth, Klevinger, Klevner, Klevner Kek, Klevner Schwarzblau, Kocinka, Korai Kekburgundi, Langedet, Maehrchen, Malterdinger, Maltertinger, Marillon N, Mario Feld, Massoutel, Massoutet, Maurillon, Mensois, Modra Burgunda, Modra Klevanja, Modra Klevanjka, Modra Klevanyka, Modri Pinot, Moehrchen, Moehrchen Blaues, Moehrlein, Mohrenkoenigin, Mohrenkoenigin Fruehblaue, Mor Burgunder, Moreote, Moreote Noir, Moreotische Traube, Morillon, Morillon Noir, Mourillon, Nagyburgundi, Nere, Neyran, Neyron Petit, Noble, Noble Joue, Noir de Franconier, Noir de Versitch, Noir Menu, Noirien, Noirien Franc, Noirien Ternent, Noirin, Noirun, Okrugla Ranka, Ordinaerer Blauer, Ordinaerer Rother, Orleanais, Orleans, Petit Noir, Petit Noirin, Petit Plant Dore, Petit Verot, Pignol, Pignola, Pignolet, Pignolo, Pignolus, Pignuola, Pimbart, Pineau, Pineau de Bourgogne, Pineau de Bourgoyne, Pineau de Chambertin, Pineau de Gevrey, Pineau Franc, Pineau Noir, Pino Black, Pino Ceren, Pino Cernii, Pino Cheren, Pino Chernyi, Pino Chernyj, Pino Cornij, Pino Fran, Pino Go, Pino Negru, Pino Nero, Pino Nuar, Pino Qo, Pinot, Pinot Bianco, Pinot Cernii, Pinot Clevner Cl. Maria- Feld, Pinot Crni, Pinot D'ay, Pinot de Chambertin, Pinot de Fleury, Pinot de Gevrey, Pinot de Migraine, Pinot Droit, Pinot Fin, Pinot Franc Noir, Pinot Grigio, Pinot Liebault, Pinot Mare, Pinot Mariafeld, Pinot Negru, Pinot Nera, Pinot Nero, Pinot Noar, Pinot Noir Cortaillod, Pinot Noir Cortaillod 9-18, Pinot Noir Salvagnin, Pinot Salvagnin, Pinot Tinto, Plack Morillon, Plant A Bon Vin, Plant Dae, Plant de Cumieres, Plant de La Dole Noir, Plant de S. Martin, Plant Dore, Plant Fin, Plant Medaille, Plant Noble, Pynoz, Qara Pino, Raisin de Bourgogne, Raucj, Raucy, Raucy Male, Roter Assmannhaeuser, Roter Assmannshaeuser, Roter Burgunder, Rother, Rother Assmannshaeuser, Rother Burgunder, Rouci, Rouci Male, Rouci Modre, Roucimodre, Rouget, Rulandske Modre, Sachemo, Salvagnin, Salvagnin Noir, Samoireau, Samoreau, Saumensois, Saumoireau, Savagin Noir, Savagnin Noir, Schnetzler, Schwartz Klevner, Schwarz Traeuble, Schwarzblauer Klevner, Schwarze Burgunder, Schwarze Fraenkische, Schwarzer, Schwarzer Assmannshaeuser, Schwarzer Burgunder, Schwarzer Champagner, Schwarzer Klaevner, Schwarzer Klevner, Schwarzer Riesling, Schwarzer Rissling, Schwarzer Suessling, Schwarzer Tokayer, Schwarzklaevner, Schwarzklevner, Schwarztraeuble, Servagnin, Servagnin Noir de Seyssel, Sevagnin Noir, Shpachock, Shpachok, Shpetburgunder, Spacok, Spaetburgunder, Spaetburgunder Blauer, Spaeter Burgunder, Spaetes Moehrchen, Spaetes Moerchen, Spatburgunder, Spetburgunder, Statburgunder, Stolle 514, Suessblau, Suesschwarz Grober, Suessedel, Suessling, Suessrot, Suessroth, Suessschwarz, Suessschwarzer, Susschwarzer, Sussedel, Sussrot, Sussschwarzer, Talvagnere Rouge, Talvagnues Rouges, Ternent, Thalrother, Tinto, Traminer Blau, Traminer Schwarz, Vert Dore, Vrai Auvernas, Waltertinger, Weißburgunder, Zuncic.

Wiener gemischter Satz

Gemischter Satz ist die Bezeichnung für Wein, der sich aus unterschiedlichen Rebsorten aus einem Weingarten zusammensetzt.

Dieser typische Wiener Wein wird seit Jahrhunderten in Wiens Weingärten gepflanzt, die mit bis zu 20 verschiedenen Rebsorten bestückt sind. Im Gegensatz zum Cuvee werden dabei mehrere Rebsorten gemeinsam angebaut und nach der Lese auch gemeinsam zu Traubenmost gekeltert und vergoren. Durch die unterschiedlichen Reifegrade und den unterschiedlichen Säuregrad der Rebsorten wollte man ursprünglich das Risiko minimieren und eine gleichbleibende Weinqualität sichern. Heute hat sich der Gemischte Satz vor allem in der österreichischen Weinbauregion Wien und in der Steiermark (dort unter der Bezeichnung Mischsatz) gehalten und gilt als Spezialität. Er passt perfekt in die Ansprüche der Slow Food-Bewegung, birgt er ja in sich bereits enorme Biodiversität. 

Riesling

Synonym:

Beregi Riesling, Beyaz Riesling, Biela Disuca Grasiva, Biela Grasevina, Bukettriesling, Dinca Grasiva Biela, Edelriesling, Edle Gewuerztraube, Feher Rajnai, Gentil Aromatique, Gentile Aromatique, Gentile Aromatique Petracine, German Riesling, Gewuerzriesling, Gewuerztraube, Graefenberger, Graschevina, Grasevina Rajnska, Grauer Riesling, Grobriesling, Hochheimer, Johanisberger, Johannisberg, Johannisberg Riesling, Johannisberger, Johannisberger Gontil Aromatique, Johannisberger Weisser, Johannisberger White, Jonanisberger Riesling, Karbacher, Karbacher Riesling, Kastellberger, Kis Rizling, Kleigelberger, Kleiner Riesling, Kleinriesler, Kleinriesling, Klingelberger, Klingenberger, Klingerberger, Krauses, Krausses Roessling , Lipka, Moselriesling, Nieberlander, Niederlaender, Oberkircher, Oberlaender, Petit Rhin, Petit Riesling, Petracine, Pfaelzer, Pfefferl, Piros Rajnai Rizling, Pussilla, Raisin Du Rhin, Rajinski Rizling, Rajnai Rizlin, Rajnai Rizling, Rajnai Rizling Gm 239-20, Rajnski Rizling, Rajnski Ruzling, Rano, Reichsriesling, Reissler, Remo, Rendu, Reno, Renski Rizling, Rey Rislinqi, Reyn Rislinqi, Reyn’s Risling, Reynai, Rezlik, Rezlin, Rezling, Rezlink, Rhein Riesling, Rheingauer, Rheingauer Rieling, Rheinriesling, Rheinriesling GM 239-20, Rheinrisling, Rhiesling, Rhine Riesling, Riesler, Riesling, Riesling Bianco, Riesling Blanc, Riesling De Rhin, Riesling Echter Weisser, Riesling Edler, Riesling Gelb Mosel E 43, Riesling Giallo, Riesling Grau, Riesling Grosso, Riesling Gruener Mosel, Riesling Mosel, Riesling Reinskii, Riesling Renano, Riesling Renano Bianco, Riesling Rhenan, Riesling Rhine, Riesling Rothstieliger, Riesling Weisser, Riesling White, Rieslinger, Rieslingtraube, Rislinenok, Risling, Risling Reinskii, Risling Rejnski, Rislinock, Rislinok, Rislinq, Rizling Linner, Rizling Rajinski, Rizling Rajnai, Rizling Rajnski, Rizling Rajnski Bijeli, Rizling Rejnskij, Rizling Rynsky, Roesling, Roessiling, Roessling, Rohac, Rossling, Rosslinger, Ruessel, Ruessiling, Ruessling, Russel, Ryn-Riesling, Rynsky Ryzlink, Ryzlink Rynsky, Starosvetske, Starovetski, Szuerke Rizling, Uva Pussila, Weiser Riesler, Weisser Kleiner Riesling, Weisser Riesling, White Riesling.

Herkunft:

Deutschland, Oberrhein. Erstmalig wurde die Sorte in Rüsselsheim im Jahr 1435 erwähnt.

Abstammung:

Natürliche Kreuzung zwischen Weißem Heunisch, Vitis sylvestris und Traminer.  Die Sorte wurde vermutlich aus Wildrebenbeständen am Oberrhein ausgelesen. Roter Riesling ist eine rottraubige Variante, eine Knospenmutation aus dem Weißen Riesling. Der Weiße Riesling ist nicht verwandt mit dem Welschriesling. Die Sorte wurde vom Rhein nach Österreich an die Donau gebracht und ist heute neben dem Grünen Veltliner die wichtigste Weißweinsorte der Wachau. In Spitzenlagen – besonders in den Weinbaugebieten Wachau, Kremstal, Traisental, Kamptal, aber auch Wien, Wagram und Weinviertel – bringt der Riesling durch sehr späte Lese höchste Reife 

Ansprüche:

Riesling, als weltbekannte Sorte, hat neben dem Grünen Veltliner in den Weinbaugebieten an der Donau und seinen Nebenflüssen mit seinen Urgesteinsverwitterungsböden große Bedeutung und Bekanntheit. Nicht umsonst wird der Wein als der König der Weißweine bezeichnet. Die spätreifende Sorte stellt sehr hohe Ansprüche an die Lage und ist empfindlich auf Stiellähme-, Stielfäule- und Beerenbotrytisbefall. Botrytisbefall der Trauben ist nicht erwünscht (ausgenommen Edelfäule bei Auslesen), da durch den Befall die sortentypischen Aromen zerstört werden.

Wein Charakter:

Jugendliche Rieslingweine zeigen charmante Fruchtigkeit und Würze, und können sich durch Reife zu großen, komplexen Weinen entwickeln. Bei diesen Weinen dominieren die Steinobstaromen von Pfirsich, Marille und exotischen Früchten. Insbesondere das Terroir der Wachau, des Kremstals, Kamptals und Traisentals prägt die Weine mit einer mineralischen Note, die an Schiefer oder Feuerstein erinnert. Riesling reift als Wein langsam und liefert höchste Qualität als Altwein mit rosenartigen Duftnoten. Je nach Reife­grad bildet sich ein angenehmer Petrolton aus, welcher nicht von allen Konsumenten gewünscht wird. Beim späten Befall der Trauben mit Edelfäule entstehen Auslesen und Beerenauslesen von hervorragender Qualität.

Blatt:

mittelgroß, kreisförmig, fünflappig, derbe Blattoberfläche, Unterseite starke Behaarung Narbenpunkt. Die Stielbucht ist geschlossen oder überlappt. Das Blatt ist stumpf, mittelgroß gezähnt.

Traube:

Die zylinderförmige Traube ist klein und dichtbeerig. Der Traubenstiel ist kurz und vergleichsweise holzig. Die rundlichen Beeren sind klein und von gelb-grünlicher Farbe. Bei ausreichender Besonnung und Reife wechselt die Farbe auch ins Gelb-Braune und die Beeren sind dann schwarz gepunktet. Die Schale der Beere ist dick. Das Aroma der Beere ist fein und verfügt über ein leicht aromatisches Bukett.

Wuchs:    kräftig

Reifezeit:     spät

Grüner Veltliner

Synonym:

Weißgipfler, Grünmuskateller (AT), Veltlínské zelené (CZ), Zöld veltelini (HU), Veltlínske zelené (SK), Zeleni veltlinec (SL), Bielospicak, Cima Biancam, Dreimänner, Feherhegyü, Feldlinger, Green Veltliner, Greener (im englischen Sprachgebrauch), Grün Muskateller, Grüne Manhardsrebe, Grüner, Grüner Muskateler, Grüner Muskateller (bis in die 1930er Jahre gebräuchlich), Grüner Velteliner, Grüner Weißgipfler, Grünmuskateller, Manhardsrebe, Manhardtraube, Manhartsrebe, Mauhardsrebe, Mouhardrebe, Mouhardsrebe, Muskatel, Muskatel Zeleny, Nemes Veltelini, Plinia Austriaca, Ranfol Bianco, Ranfol Bijeli, Ranfol Weißer, Rdeci Veltinec, Reifler Weiß, Ryvola Bila, Tarant Bily, Valtelin Blanc, Valtelina Vert, Valteliner, Valteliner Blanc, Valteliner Vert, Velteliner Grüner, Velteliner Vert, Velteliner Weißer, Veltelini Zöld, Veltlin Zeleny, Veltlinac Zeleni, Veltlinec, Veltliner, Veltliner Blanc, Veltliner Grun, Veltliner Gruner, Veltliner Grün, Veltliner Verde, Veltlini, Veltlínské zelené (CZ), Veltlínske zelené (SK), Veltlinski Zelenii, Veltlinsky Vert, Veltlinsky Zeleny, Vetlinac, Vetlinac Zeleni, Weißer Raifler, Weißer Reifler, Weißer Valteliner, Weißer Velteliner, Weißer Veltliner, Weißgipfler Grüner, Yesil Veltliner, Zeleni Vetlinac, Zeleny Muskatel, Zeleni veltlinec (SL), Zleni Veltinac, Zöld Muskotaly, Zöld Muskotalynak, Zöld veltelini (HU), Zöld Velteliny, Zöldveltelini und Zold Veltelini.

Info:

Die mit Abstand wichtigste Weißweinsorte in Österreich ist der Grüne Veltliner, der wahrscheinlich von einer Traminer Kreuzung abstammt. Auf die zweite Elternsorte weist ein jahrhundertealter Rebstock hin, der in St. Georgen im Burgenland gefunden wurde. Größte Verbreitung hat die Nationalsorte im niederösterreichischen Weinviertel, wo sie als herkunftstypischer Weinviertel DAC Wein eine besondere Rolle spielt. DAC-Status genießt der Veltliner auch im Traisental, Kremstal, Kamptal und dem burgenländischen Leithaberg. Klassische Gebiete sind außerdem die Wachau und der Wagram. Aber auch in allen anderen Gebieten Niederösterreichs, im nördlichen Burgenland und in Wien stehen Veltliner-Weingärten.

Die in Österreich, insbesondere in Niederösterreich, am weitesten verbreitete Traube wird außerhalb ihrer Heimat wenig angebaut, abgesehen von einigen kleineren mitteleuropäischen Regionen, etwa in Tschechien in der Slowakei oder Ungarn. Sie gedeiht besonders gut auf Lössböden wie im nördlichen Weinviertel, wo die Rebe in Boden und Klima optimale Voraussetzungen findet, ebenso in der Wachau, im Kamptal, Kremstal und am Wagram. Das Spektrum ist breit: von leichten, spritzigen Weinen, die meist jung getrunken werden, bis zu kraftvollen, substanzreichen Gewächsen mit großem Reifepotenzial. Gemeinsames Merkmal ist der anregende, pikante Mix aus Frucht (meist Apfel) und Würze (das charakteristische „Pfefferl“), ergänzt von harmonischer Säure. Auf hohe Reife, etwa bei Smaragd Weinen aus der Wachau und Reserven aus den DAC-Gebieten oder vom Wagram, weisen Nuss und Trockenfrucht, exotische Noten und Honigaromen hin.

Blatt:

umgerollt, Hauptnerven grün oder mit rotem Stielansatz, Stielbucht etwas fünfeckig bis kreisförmig, fünf bis siebenlappig, ebenes Profil, häufig nach außen überlappend    mit v-förmiger Basis,   Unterseite mittelstark behaart

Traube:

mittelgroß, mitteldicht, kegelförmig, ein bis drei Flügel, Beitraube fehlend oder rudimentär

Beere:

rundlich, oval, Gewicht gering, Haut grüngelb, Fruchtfleisch ungefärbt

Austrieb:

mittel bis spät

Blüte:

mittel

Reifezeit:

mittel

Chardonnay

Synonym:

Arboisier, Arnaison Blanc, Arnoison, Aubain, Aubaine, Auvergnat Blanc, Auvernas, Auvernas Blanc, Auvernat, Auvernat Blanc, Auxeras, Auxerras Blanc, Auxerrois, Auxerrois Blanc, Auxois, Auxois Blanc, Bargeois Blanc, Beaunois, Biela Klevanjika, Blanc De Champagne, Blanc De Cramant, Breisgauer, Breisgauer Süssling, Breisgauer Sussling, Burgunder Weisser, Burgundi Feher, Chablis, Chardenai, Chardenay, Chardenet, Chardennet, Chardonay, Chardoney, Chardonnay, Chardonnay Bijeli, Chardonnet, Chatenait, Chatey Petit, Chatte, Chaudenay, Chaudenet, Chaudent, Clävner, Clevner, Cravner, a'Arnoison, D'Auvernat Blanc, D'Epintte, Epinette, Epinette Blanc, Epinette Blanche, Epinette De Champagne, Ericey Blanc, Feher Chardonnay, Feherburgundi, Feinburgunder, Gamay Blanc, Gelber Weissburgunder, Gentil Blanc, Grosse Bourgogne, Klawner, Klevanjka Biela, Klevner, Klingelberger Grosser, Lisant, Luisant, Luizannais, Luizant, Luzannois, Maconnais, Maurillon Blanc, Melon a Queue Rouge, Melon Blanc, Melon D'Arbois, Moreau Blanc, Moreote Blanche, Morillon, Morillon Blanc, Moulon, Noiren Blanc, Noirien Blanc, Obaideh, Petit Chantey, Petit Chatey, Petit Sainte-Marie, Petite Sainte Marie, Pineau Blanc, Pino Plan Shardone, Pino Sardone, Pino Shardone, Pinot, Pinot Blanc A Cramant, Pinot Blanc Chardonnay, Pinot Chardonnay, Pinot de Bourgogne, Pinot Giallo, Pinot Planc, Plant De Tonnerre, Romere, Romeret, Rouci Bile, Rousseau, Roussot, Rulander Weiss, Sainte Marie Petite, Sardone, Shardone, Shardonne, Spaeter Weiss Burgunder, Später Weisser Burgunder, Süssling, Veis Edler, Veiser Klevner, Wais Edler, Waiser Clevner, Weiss Burgunder, Weiss Clevner, Weiss Edler, Weiss Elder, Weiss Klewner, Weiss Silber, Weissedler, Weisser Clevner, Weisser Klävner, Weisser Ruländer, Weisser Ruläder, Weissklävner.

Herkunft:

vermutlich Burgund, Frankreich

Abstammung:

Natürliche Kreuzung von Burgunder x Heunisch

Beim klassischen Chardonnay dominiert die Frucht (Apfel, etwas Quitte, auch Exotik) in Verbindung mit einer eleganten Würze (Wiesenblumen, aber auch Nüsse und Mineralik). Im kleinen Holzfass ausgebaut treten buttrig-röstige, extraktreiche Noten auf, auch Aromen von Weißbrot, Dörrobst und Rosinen.

Verbreitung: 

Erst gegen Ende des vorigen Jahrhunderts hat die Sorte Chardonnay in Österreich flächenmäßig Bedeutung gewonnen. Die Sorte war schon, besonders in der Steiermark, vertreten. Früher wurde kein Unterschied zwischen Weißem Burgunder und Chardonnay gemacht und auch in der statistischen Erfassung waren bis 2009 beide Sorten in einer Angabe (Weißer Burgunder) enthalten. In der Steiermark wird die Bezeichnung Morillon traditionellerweise als Synonym für den Chardonnay verwendet.

Blatt: 

mittelgroß, fünfeckig, wenig gelappt, Stielbucht nackt, offen

Traube: 

mittelgroß, dichtbeerig, kegelförmig, Beitraube häufig; Beeren rundlich, gelbgrün gefärbt
Morillon ist genetisch ident mit der Sorte Chardonnay. Spezialisten können an den Blättern und Trieben  geringfügige farbliche Unterschiede erkennen. Das reicht aber nicht, um von einer selbstständigen Sorte zu sprechen. Auch an der Traube sind keine Unterschiede erkennbar.

Reifezeit: 

mittel

Bedeutung, Ansprüche: 

Die Sorte ist weltweit verbreitet, liefert Weine, die zu den teuersten Weinen der Welt zählen, aber auch den Grundwein für die Champagnererzeugung. Benötigt gute, warme Lagen mit tiefgründigen Böden mit guter Wasserversorgung und höherem Kalkgehalt.

Je nach Reife werden unreife, dünne und grasige, aber bei voller Reife sehr wuchtige Weine gewonnen. Der Weinausbau erfolgt in zwei Stilrichtungen - der klassische im Stahltank mit betonter Frucht und anregender Säure und andererseits, meist international üblich mit biologischem Säureabbau und Reife im Barrique. Das wichtigste Merkmal eines großen Chardonnays ist seine Komplexität, die nur in besonderen Lagen mit kalkreichen Böden entsteht. Die besten Vertreter dieser komplexen Chardonnays wachsen im Nordburgenland und in der Steiermark, aber auch in einzelnen Lagen Niederösterreichs und Wiens.

Zweigelt

Synonym:

Rotburger (AT), Zweigeltrebe (CZ, SK), Blauer Zweigelt


Der Zweigelt ist eine österreichische Neuzüchtung aus dem Jahr 1922 von Friedrich Zweigelt (1888–1964), dem späteren Direktor der Höheren Bundeslehr- und Bundesversuchsstation für Wein-, Obst- und Gartenbau (1938–1945), aus St. Laurent und Blaufränkisch. Friedrich Zweigelt nannte die Weinsorte „Rotburger“, erst 1975 wurde die Weinsorte im Zuge der Qualitätsweinrebensorten-Verordnung auf Hinwirken von Lenz Moser in „Zweigelt“ umbenannt. Zuvor gab es zuweilen auch Verwechselungen mit der Rebsorte Rotberger.

Der Grund für den Namen „Rotburger“ ist einfach: Friedrich Zweigelt wollte so auf die Herkunft der Sorte aufmerksam machen: „Klosterneuburg“. Auch ist es überraschend zu hören, warum Friedrich Zweigelt diese Sorte überhaupt erfand: Er wollte sich und die Weinbauern unabhängig machen von sogenannten Nicht Österreichhischen Weinen, da es damals absolut üblich war, dem Wein zusätzlich Färberwein, vor allem aus Italien stammend, hinzuzufügen, da der österreichische Rotwein damals sehr wenig farbintensiv war. Daneben waren natürlich auch die damals gängigen Gründe für Neuzüchtungen von Rebsorten ausschlaggebend: Höherer Ertrag und größere Widerstandskraft gegen Rebkrankheiten.

Charakteristik

Der Zweigelt ist robust bei Trockenheit, Frost und Rebkrankheiten. Er stellt nur wenig Ansprüche an den Boden. Auf tiefgründigen, nährstoffreichen Böden bringt er sehr hohe Erträge. Für hohe Qualitäten muss eine rigorose Ertragsbeschränkung durchgeführt werden. Die Weine, substanzreich, fruchtig, oft mit Vanille-Aromen und weichen Tanninen im Abgang, jung mit einem charakteristischen Weichselkirsch-Aroma. Diese Traube wird sowohl sortenrein vinifiziert als auch gerne als Verschnittpartner in Cuvées verwendet.Die fruchtig österreichische Variante des Zweigelt zeigt – speziell als Jungwein – viel Charme, duftet nach Kirschen, ist am Gaumen samtig rund und dezent würzig. Die kraftvoll internationale Stilistik kennzeichnen Weichsel- und Beerenaromen, Fruchttiefe und deutlich mehr Gerbstoff, bei aller Komplexität bleiben die Weine stets harmonisch. Vor allem in Carnuntum und östlich des Neusiedlersees erreicht die Sorte aus alten Weingärten und bei entsprechendem Können der Winzer das Format großer Weine.

Blatt:       

kreisförmig bis fünfeckig, drei bis fünflappig, ebenes Profil, Zähne gerade bis rundgewölbt, Stielbucht wenig offen mit u-förmiger Basis, Unterseite schwach behaart

Traube:    

mittelgroß, dicht, zylindrisch, ein bis drei Flügel, Beitraube mittelgroß

Beere:

rundlich, Gewicht gering, Haut blauschwarz, Fruchtfleisch ungefärbt

Austrieb:   

früh

Blüte:          

früh bis mittel

Reifezeit:    

mittel

 

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